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Kinder-Entertainment

Sind unsere Kinder heutzutage zu stark verwöhnt? Müssen Kinder ständig mit Entertainment unterhalten werden?


So sehen es die Kinder...

Lena ist 6 Jahre alt. Den Kindergarten findet sie zu langweilig und die anderen Kinder sind alle doof. Auch Carlo aus der dritten Klasse kommt immer öfter genervt aus der Schule nach Hause und beschwert sich, dass ihm der Unterricht "zu langweilig" sei.

Auch Eltern neigen dazu, zunächst ErzieherInnen oder Lehrkräften die Schuld zu geben: "Der Unterricht muss doch abwechslungsreich sein und den Kindern Spaß machen!". Dabei kommt das pädagogische Personal immer öfter auf dem Zahnfleisch daher und ist ermüdet, erschöpft oder viel öfter krank als in anderen Berufsgruppen.


Wie sehen das Lehrkräfte, TrainerInnen und ErzieherInnen?

Für Lehrkräfte und ErzieherInnen sieht es dagegen ganz anders aus: "Wie soll man 28 Stunden in der Woche durchgehend beste Unterhaltung realisieren können, wenn es 100% an Anstrengungen braucht, um überhaupt das friedliche Miteinander und den organisatorischen Aufwand zu bewältigen?". Nicht nur deshalb fehlen wohl allein in Bayern derzeit rund 40.000 Lehrkräfte.


Ist unser Bildungssystem daran Schuld?

Bleibt noch die Sicht auf das gesamte Schul- oder Bildungssystem. Natürlich kann das System in Einrichtungen nicht die moderne Unterhaltung der PC-Games, Apps und Erlebnisparks dauerhaft sicherstellen. Das ist weder technisch noch organisatorisch oder auch finanziell machbar, obwohl bereits zahlreiche Initiativen einiges bewegt haben (z.B. Fortbildungen zu digitalen Inhalten, Ipads in Schulen, etc.). Das Bildungssystem kann zudem nur im Nachhinein auf gesellschaftliche Entwicklungen reagieren, da die Zukunft nuneinmal nicht vorhergesehen werden kann. Bereits Charly Chaplin sagte dazu: "Das blöde an Prognosen ist, dass sie in der Zukunft liegen...".


Gibt es eine einfachere Lösung?

Der schnellste Weg wäre wohl die Erziehung wieder mehr in die Hände der Eltern zu legen. Dabei können diese auch viele "Belastungen" für Eltern reduzieren, indem sie die hohe Erwartungshaltung der Kinder wieder auf realen Boden bringen. Auch Vergleiche bzw. das Bewusstmachen von Defiziten in anderen Ländern (Hungersnöte, Umweltkatastrophen, Wasserknappheit, keine Menschenrechte, keine demokratische Mitbestimmung) kann helfen, dass Kinder wieder zufriedener und glücklicher sind, auch wenn diese Erkenntnisse nicht leicht zu vermitteln sind. "Erkennen, was man bereits hat und dankbar dafür sein!" meinen auch Forscher die sich mit gesundheitswissenschaftlichen Themen befassen. Das sollte vorgelebt und immer wieder in Erinnerung gerufen werden.



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Meine Lösung: lasst die Kinder quengeln. Durch Langweile kann Kreativität entstehen.

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